Hajo Jäger Adresse:Alfred-Göbel-Weg 17 DE 60388 Frankfurt am Main, Deutschland Tel:+49 172 624 79 33

Blog

Neues zu Ernährung und Training.



Oktober '14
17
Freitag
🕑 11:22

In der dunklen Jahreszeit mehr auf das Sonnenvitamin achten!

Wer sich müde, schlapp und lustlos fühlt, der sollte sich zu dieser dunklen Jahreszeit nicht wundern. Uns fehlen die Sonnenstrahlen (Tageslicht) und das daraus gebildete Vitamin D. Durch die Aufnahme der Sonnenstrahlen auf der Haut, kann unser Körper in der Haut das Vitamin D3 bilden.Das hormonähnliche Vitamin D, sorgt nicht nur für bessere Stimmung, sondern ist auch für die Knochengesundheit, die normale Muskel- und Immunfunktion unerlässlich.

Für alle die sich tagsüber nicht im Freien aufhalten bzw. sich nur in Räumlichkeiten aufhalten, sollten öfters auf dem Speiseplan Vitamin D-reiche Lebensmittel wie fette Fische (z.B. Hering, Makrele, Lachs), Pilze, Margarine und Hähnchenleber einbeziehen. Wir benötigen täglich 20 µg (Mikrogramm), die wir aber zum Großteil nur über das Sonnenlicht bilden und abdecken können. Zudem gibt es nur wenige Lebensmittel mit genügend Vitamin D, weshalb uns nur 2 Möglichkeiten zur dunklen Jahreszeit offen stehen.

  1. Am Tag mindestens 30 Minuten an der frische Luft bei Tageslicht spazieren gehen (z.B. in der Mittagspause) und in den Wintermonaten möglichst ohne Mütze, Schal und Handschuhe. Das fördert die Bildung von Vitamin D oder verschafft einen besseren Gemütszustand.

  2. In der dunklen Jahreszeit (Oktober bis März) ergänzt man seine tägl. Nahrung mit einem Vitamin D-Präparat mit max. 10 Mikrogramm am Tag. Für eine bessere Aufnahme idealerweise zu einer calciumreiche Speise wie Milchspeisen (z.B. Quark mit Früchten, Joghurt mit Müsli, Käsebrötchen, Bananenmilch).


Quellen:
  • Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr Vitamin D, 1. Auflage, 5., korrigierter Nachdruck 2013
  • DGE Stellungnahme Beurteilung der Vitaminversorgung in Deutschland, Teil 2: Kritische Vitamine und Vitaminzufuhr in besonderen Lebenssituationen, Angela Bechthold, Vanessa Albrecht, Eva Leschik-Bonnet, Bonn;Helmut Heseker, Paderborn,Ernährungs Umschau 7/2012


Juni '13
22
Samstag
🕑 07:41

Ketogene Diät - Muss gut überlegt sein! Teil 2

Hier folgt nun die Fortsetzung von Christian und seinen persönlichen Erfahrungen zur ketogenen Diät sowie zu seinem Krafttraining.

Meine Trainingsplanung während der ketogenen Diätphase
Dazu sah mein Training wie folgt aus: Ich trainierte wie vorher, d.h. nach einem Dreier Split: Rücken/Bizeps; Brust/Schulter/Trizeps; Beine. Nach diesem Plan trainierte ich 5 mal die Woche. Mein Training zog ich möglichst schwer und intensiv durch. Ich bemerkte allerdings nach der starken Kohlenhydratreduktion deutliche Kraftverluste, die aber wohl normal sind. Trotzdem war dies für mich zuerst sehr frustrierend. Zusätzlich baute ich 3- bis 4-mal die Woche Ausdauertraining mit ein, indem ich morgens direkt nach dem Aufstehen 20-30 Minuten moderat gelaufen bin.



Fette behindern den anabolen Effekt
Nach den ersten 4 Wochen der Umstellungs-phase in der ketogenen Ernährung, baute ich die ersten beiden Wochen einen sog. Ladetag mit ein. Am Ladetag bzw. Refeed-Day aß ich große Mengen an Kohlenhydraten und Fett. Als ich Hajo wieder im Studio sah, fragte ich, was er von den Ladetagen hielt. Nach dem Gespräch stellte sich heraus, dass diese Vorgehensweise eher suboptimal sei, weil zu viele Fette die Verweildauer der Kohlen-hydrate im Magen verzögern. Dadurch tropfen die Kohlenhydrate ins Blut und erzeugen dadurch nur eine geringe Freisetzung des anabolen Hormons Insulin. Daher reduzierte ich die Fette an den Ladetagen und baute zudem statt einem Ladetag zwei pro Woche ein.

Ich aß also 5 Tage die Woche viel Fett und Eiweiß und trainierte im Studio bis an meine Leistungsgrenzen. Danach folgten die Ladetage, d.h. ich aß dann zwei Tage ca. 400g Kohlenhydrate und nahm nicht mehr als 50g Fett zu mir. An diesen Tagen ruhte ich mich aus, damit die Energiespeicher bis auf ein Maximum aufgefüllt werden konnten.

Ketogene Diät reduzierte mein Körperfett spürbar
Ich hatte diese ketogene Diät mit einem Gewicht von 91,4 kg morgens (in nüchternem Zustand) gestartet, mit einem Körperfettanteil von ca. 13 Prozent. Gemessen hatte ich den Fettanteil mit Hilfe eines Fat-Kalipers nach der sog. 7 Falten-Methode.
Meine Form wurde im Laufe der Diät besser und mit Freude stellte ich fest, dass sich mein Gewicht nicht stark verändert hatte. So wog ich am 01.04.13 (also mitten in der Diät) immer noch 88,6 kg morgens nach dem Aufstehen, während mein Fat-Kaliper mir einen Fettanteil von ca. 9% anzeigte.

Nur mit Hilfe von Ausdauertraining und die Kalorienreduktion:
Nachdem ich die Ladetage "korrekt" durchgezogen habe, stellten sich auch wieder Kraftzuwächse im Training ein, d.h. ich konnte mich langsam wieder steigern. Um den Fettverlust weiter anzutreiben, reduzierte ich die täglichen 4000 kcal auf 3100 kcal, und erhöhte zudem mein Lauftraining auf 4 bis 5-mal die Woche. Weiterhin trainierte ich möglichst intensiv 5-mal die Woche. Mit dem hohen Trainingsvolumen kam ich von Anfang bis Ende der ketogenen Ernährung sehr gut zurecht, weder fühlte ich mich erschöpft, noch hatte ich Probleme mit allzulangem Muskelkater. So lief die Diät über mehrere Wochen und Monate weiter und das ohne frustrierende Kraftverluste. Die ersten Wochen musste ich mich zwar umgewöhnen, aber danach hatte ich wieder richtig Spaß beim Training.

Mit den fehlenden Kohlenhydraten hatte ich eigentlich nie ein Problem, ich habe zwar hin und wieder mein Reis mit Hähnchen vermisst, konnte dies ja aber an Ladetagen essen, sodass es keinerlei Problem, weder körperlich noch mental gab, auf Kohlenhydrate zu verzichten.

Jede Diät geht mit Fett- und Muskelverlusten einher
Am 01.05. habe ich die Diät wie geplant für mich abgeschlossen, weil mein Gefühl mir sagte, dass eine kohlenhydratreichere Ernährung einfach mehr Energie im Training mit sich bringt. Nach 10 Wochen ketogener Ernährung lag mein Körpergewicht bei 87 kg mit einem Körperfettanteil von 6,5 Prozent.
Ich konnte meinen Bauchumfang von 91cm auf 87cm reduzieren. Dabei blieben meine Körperumfänge von Brust- Schulter- und Waden gleich. Mein Oberarmumfang reduzierte sich von 41 auf 40,5cm. Meine Oberschenkel hatten auch leicht an Umfängen abgenommen, was man aber bei solch einer Körperentwicklung und dem Fettverlust als „normal“ hinnehmen kann. Jedenfalls bin ich sehr zufrieden mit meiner Entwicklung und vor allem auch mit der Erfahrung eine ketogene Ernährung ausprobiert zu haben.

Ketogene Diät gilt nicht als die Wundermethode im Bodybuilding
Ich glaube aber, dass für mich ein moderaterer Weg sinnvoller ist. Denn ich weiß nicht, worauf genau der starke Fettverlust zurückzuführen ist. Dies könnte durch die ketogene Ernährung ausgelöst worden sein oder auch durch das häufige Cardiotraining. Ich werde daher bei einer moderaten Kohlenhydratzufuhr bleiben, um mich stetiger steigern zu können.
Als persönliches Fazit zur ketogenen Ernährungsweise halte ich fest, dass man Fortschritte über einen bestimmten Zeitraum damit verbuchen kann, sie aber nicht die angepriesene Wundermethode ist.


Ich bin auf jeden Fall froh diese Ernährungsform ausprobiert zu haben, zum einen weil es Spaß gemacht hat, zum anderen weil ich glaube, dass jeder für sich herausfinden muss, was bei einem selbst funktioniert. Zudem habe ich ja durchaus Fortschritte gemacht, und habe Erfahrung für mich gesammelt. Ich möchte mich hiermit noch einmal bei Hajo für seine Unterstützung und seine Ratschläge bedanken, denn seine persönlichen Tipps haben es mir erst ermöglicht, diese Diät erfolgreich durchzuziehen.




Mein Ziel und mein Credo
Mein Ziel ist es einen Körper wie Frank Zane zu haben, und auf diesem Weg werde ich bestimmt noch weitere Methoden zur Ernährung und zum Training ausprobieren, einfach auch weil es interessant ist und mir viel Spaß macht.
Es bleibt der Grundsatz, mit dem man nichts falsch machen kann: train hard, eat good, sleep well, wobei das "eat good" jeder für sich persönlich definieren und herausfinden muss.

Euer Christian H.


Juni '13
1
Samstag
🕑 10:57

Ketogene Diät - Muss gut überlegt sein! Teil 1

Christian habe ich im McFit Harburg kennen gelernt und wir haben öfters über diverse Diäten im Figurtraining diskutiert. Jetzt berichtet Christian über seine persönliche Erfahrungen zur ketogenen Ernährung. Viel Spaß beim Lesen wünscht euer Hajo.

Mein Ziel war: Einfach nicht mehr Small sein!
Ich heiße Christian, bin 20 Jahre alt, studiere Jura und Betriebswirtschaftlehre in Hamburg und jobbe auf 400 Euro Basis in einer Anwaltskanzlei. Ich betreibe Bodybuilding seit ca. dreieinhalb Jahren.
Angefangen habe ich mit einem Körpergewicht von 75kg auf eine Größe von 188cm, war also sehr dünn. Ich begann daher mit dem Ziel vermehrt Muskelmasse aufzubauen. Dabei verfolgte ich aber nicht das Ziel, ein Profi-Bodybuilder wie Dennis Wolf zu werden, sondern wollte zunächst einfach nicht mehr so schmal aussehen.

Ich machte mich im Internet über das Krafttraining und die Ernährung im Bodybuilding schlau. Dadurch konnte ich im ersten halben Jahr schnell gute Fortschritte von der Körperentwicklung erzielen. Der Sport und auch die Ernährung brachten mir viel Spass und daher hatte ich auch keine Probleme während der Schulzeit. Auch während des Studiums und der Arbeit gehe ich regelmäßig zum Training und halte mich an eine sportlergerechte Ernährung.

Extremes "Bulking" machte für mich keinen Sinn
In der Zeit bis heute probierte ich verschiedenes aus, u.a. eine extreme Massephase, in der ich täglich ca. 6000 kcal aß. Diese setzten sich aus vollwertigen Speisen zusammen, d.h. aus mageren Proteinen (z.B. Hähnchen, Rind, usw.), vollwertigen Kohlenhydraten (z.B. Haferflocken, Reis, Vollkornbrot, usw.) und gesunden Fetten (Nüsse, Öle, usw.). Nach solch einer Massephase kam ich auf ein Körpergewicht von 97 kg. Durch den hohen Energieüberschuss nahm mein Körper aber auch einiges an Fett zu, weshalb im Anschluss eine Diät folgte. Während der Diät merkte ich, wie schwer es ist, die wertvolle Muskelmasse zu erhalten. Ich fand für mich persönlich heraus, dass so extremes "bulking" im Natural Bodybuilding nicht viel Sinn macht, da die Muskelzuwächse nach der Masseaufbauphase in der Diät wieder verloren gehen.

Ketogene Ernährung war mein neu gestecktes Ziel
Seitdem (ab Frühjahr 2012) versuche ich möglichst sauber aufzubauen, d.h. ich achte auf eine saubere Ernährung, mit moderatem kcal Überschuss. Dabei beobachte ich regelmäßig meine Muskel- und Körperentwicklung anhand des Spiegelbildes. Dies klappte bisher gut, jedoch hatte ich immer wieder sehr positive Berichte von anderen Studiomitgliedern über die ketogene Ernährung gehört.

Christian in Pose


Die Jungs schwärmten davon, dass das Training Super lief, sie fett verloren und trotzdem stärker würden. Wer will das nicht?

Das machte mich sehr neugierig und ich begann im Internet nach Infos zur ketogenen Ernährung zu recherchieren. Es schien tatsächlich Sinn zu machen, wenn man sich die vielen Erfahrungsberichte und Information im Netz durchliest.
Da ich meinen Körperfettanteil sowieso senken wollte und zudem Lust hatte etwas Neues in Sachen Ernährung auszuprobieren, entschloss ich mich meine Ernährung auf ketogen umzustellen. Aus dem Studio kannte ich Hajo, der als Wettkampfathlet und jahrelang Trainierender immer wieder ein hilfsbereiter Ansprechpartner für mich war. Einen besseren Experten in Ernährungsfragen hätte ich wohl nicht finden können.
Ich fragte ihn also, was er von ketogener Ernährung generell halte und ob diese auch für mich Sinn machen könnte. Da er diese Ernährungsform für durchaus sinnvoll hielt, stand meine Entscheidung fest, sie am eigenen Leib auszuprobieren.

Gib deinem Körper und Stoffwechsel Zeit für die Umstellung
Auf Hajo‘s Rat hin begann ich Ende Januar mit einer Umstellungsphase, in der ich meine Makronährstoffe schrittweise veränderte, die Energiemenge von täglich 4000 kcal aber beibehielt. Zuerst reduzierte ich die tägliche Zufuhr von über 300 g Kohlenhydraten auf 170 g. Parallel erhöhte ich die tägliche Fettzufuhr von ca. 90 g Fett auf etwa 180 g, was für mich aber kein Problem darstellte. Durch diese Vorgehensweise gab ich meinem Körper in den ersten 4 Wochen die Möglichkeit sich an den erhöhten Fettanteil bzw. an diesen Übergangsplan zu gewöhnen. Danach reduzierte ich die Kohlenhydratmenge weiter bis auf unter 30 g am Tag. Gleichzeitig steigerte ich die Fettzufuhr auf 300 g am Tag, sodass ich weiterhin eine tägliche Energiezufuhr von 4000 kcal erreichte. Meine tägliche Ernährung bzw. mein Speiseplan sah wie folgt aus:

 Tageszeiten Trainingstag
 Frühstück5 Eier +2 EL Olivenöl +½ grüne Paprika +5 Tabletten Bierhefe 
Zwischenmahlzeit200g Hähnchenbrust + 55g Remoulade + 5 Tabletten Bierhefe 
 Mittagessen300g Hähnchenbrust +3 EL Olivenöl +½ rote Paprika +¼ Gurke +45g Walnüsse +5 Tabletten Bierhefe
Zwischenmahlzeit100g Camembert +5 Tabletten Bierhefe
Vor dem Training1 Banane +5g Glutamin +6g Creatin + 1 großes Glas Wasser
Nach dem Training 4 Esslöffel Wheyproteinpulver + 300 ml Wasser +5g Glutamin +6g Creatin
Abendessen400g Hähnchenbrust +3 EL Olivenöl +2 EL Balsamico Essig + ½ Kopf Eisbergsalat + 1rote Zwiebel + 1 Handvoll Broccoli +1 Tablette Calcium +2 Kapseln Zink + 5 Tabletten Bierhefe + 2 Kapseln Fischöl + 15ml Magnesium Liquid (über den Tag verteilt ca. 4 Liter Wasser und grünen Tee)
Energiezufuhr gesamt: Energie: 4000kcal; Proteine: 305g; Kohlenhydrate: 24g; Fett: 290g


Die Fortsetzung der ketogenen Diät von Christian folgt demnächst.
Euer Hajo





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